private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung wird immer beliebter. Besonders Selbstständige neigen dazu sich durch die seit April eingeführte Versicherungspflicht bei einer privaten Krankenversicherung anzumelden. Bei der gesetzlichen Kasse müssen sämtliche Beiträge die seit April angefallen sind rückerstatten werden. Den meisten Menschen fehlt für diese Rückerstattung das Geld.
Um eine private Krankenversicherung abschließen zu können, muss ein jährliches Mindesteinkommen von 47.000 Euro vorliegen. Diese Einkommensgrenze fällt weg, wenn der zu versichernde selbstständig ist (z.B. wenn dieser eine Internetagentur gegründet hat), als Lehrer oder Beamter arbeitet oder Student ist.
Wie hoch der monatliche Versicherungsbetrag ist wenn man sich eine private Krankenversicherung, liegt nicht an der Höhe des Einkommens, sondern an Geschlecht, Alter und Gesundheit des Versicherten. Eine Frau hat statistisch gesehen ein höheres Krankheitsrisiko und muss daher generell einen höheren Beitrag zahlen. Bei bekannten Vorerkrankungen in der Familie muss ein Risikozuschlag gezahlt werden. Beim Versicherungsabschluss muss der Kunde unbedingt zu alles mögliche korrekte Angaben machen, da bewusst falsch gemachte Angaben zur Kündigung führen können. Wichtig sind auch Angaben zum Lebenswandel, wie beispielsweise Zigarettenkonsum, Sportlichkeit und Alkoholkonsum. Im Internet lassen sich viele Onlinerechner finden, die Ihre monatlichen Gebühren für eine private Krankenversicherung, relativ genau ausrechnen können.

Die privat Krankenversicherung bietet einiges mehr an Leistungen, im Vergleich zur gesetzlichen Variante. Zahnersatz und Sehhilfen werden von der gesetzlichen Krankenkasse beispielsweise nicht bezuschusst, von der privaten Kasse jedoch schon. Im Krankenhaus hat ein privat versicherter Patient einige zusätzliche Annehmlichkeiten. Es besteht ein Anrecht auf ein Einzelzimmer und auf Chefarztbehandlung.
Zusätzlich ist es so, dass die meisten Ärzte im Umgang mit Privatpatienten wesentlich zuvorkommender sind. So erfolgt bei nicht lebensnotwendigen Untersuchungen die Terminvergabe an einen Patienten mit privater Krankenversicherung in der Regel deutlich schneller.

Familienmitglieder können bei einer privaten Krankenkasse nicht kostenlos mitversichert werden. Für jedes Familienmitglied ist natürlich eine eigene Police notwendig. Ist bei einem Ehepaar jedoch ein Partner gesetzlich und der andere privat versichert, können Kinder bei der gesetzlichen Krankenkasse auch mitversichert werden. Wird ein Kind privat versichert, zählen Faktoren wie Geschlecht und Alter nicht, die Gebühr liegt bei c.a. 50 Euro monatlich. Selbst bei mehreren Kindern bleibt diese relativ geringe Gebühr gleich.